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Chocolat / The Yards / Great Composers: Georges Delerue
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Chocolat » Rachel Portman  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Chocolat, 2001

Label: Sony (SK 89472)

Komponist: Rachel Portman

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 41 Min.

The Yards » Howard Shore  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: The Yards, 2001

Label: Sony (SK 89442)

Komponist: Howard Shore

Bewertung:
4½ von 6 Sternen
4½ von 6 Sternen


Laufzeit: 39:47 Min.

Great Composers: Georges Delerue » Georges Delerue  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
Sampler: Great Composers: Georges Delerue, 2001

Label: Varèse (VSD-6223)

Komponist: Georges Delerue

Bewertung:
4½ von 6 Sternen
4½ von 6 Sternen


Laufzeit: CD 1: 77:12 Min.; CD 2: 76:35 Min.

Chocolat

Rachel Portmans klingender Ausflug in die Welt der Confiserie, Chocolat, erschien kürzlich bei Sony. Portman bleibt auch dieses Mal ihren wohlvertrauten Klangschemata - Holzbläsersoli und/oder Klavier auf sehr einfach harmonisiertem Streicher-Teppich - grundsätzlich treu. Blech bleibt (wie meist) ausgespart, dafür gibt es in Teilen recht nett eingearbeitete Einsprengsel von Zigeuner-Musik. Die überwiegend recht schwebend daherkommende Musik unterstreicht das märchenhafte der Filmhandlung daher auch sehr zufriedenstellend.

Auch mit Chocolat hat die Komponistin - für sich allein betrachtet - eine zum Film sehr funktionale Musik und auch ein schön klingendes Album vorgelegt, das zweifellos seine Liebhaber finden wird. Hört man allerdings die neue CD und die meisten übrigen Film-Kompositionen Portmans allzu dicht hintereinander, wird es doch etwas problematisch. Natürlich hat jeder Tonschöpfer eine charakteristische Handschrift, die man mehr oder weniger direkt heraushören kann. Bei Rachel Portman ist aber doch ein gewisser Mangel an Variabilität kaum zu überhören. Egal, ob man zu The Cider House Rules, Emma oder zu Chocolat greift: es klingt (allzu) stark miteinander verwandt und wirkt, trotz zweifellos sauber ausgeführten Handwerks, eher routiniert, denn inspiriert. ähnlich wie im Fall James Horner wirkt das Einzelstück besser als die (Hör-)Summe aller. Inwieweit dies auf die Wünsche der Produzenten zurückzuführen ist, lässt sich an dieser Stelle nicht beantworten. Bewertet werden sollte aber in jedem Fall mit etwas Zurückhaltung: (mit etwas Sympathie-Bonus) halte ich 3 ½ Sterne aber für noch vertretbar.

The Yards

The Yards ist ein Gesellschafts-Drama um einen Knastheimkehrer, der erkennen muss, dass sich seine Familie hinter der Fassade einer heilen Welt in Korruption und andere kriminelle Machenschaften verstrickt hat. Howard Shore hat hierzu - nach der experimentell gehaltenen Klang-Schöpfung zu [url id=]The Cell[/url] - eine unter kühler Oberfläche brodelnde, tonal gehaltene Musikuntermalung geschaffen. Holzbläsersoli, über differenziert gestaltetem orchestralen Fundament, bestimmen weite Teile, der nicht unromantischen und auch sehr klangschönen Komposition. Shore erweist sich in der klanglichen Gestaltung - z.B. der auch hier nicht unwichtigen Streicherteppiche - als deutlich raffinierter und harmonisch weniger schlicht als Rachel Portman. Gekonnt vermeidet der Komponist durch geschickte Klangkombinationen Monotonie in der überwiegend ruhigen Klangschöpfung.

Regisseur James Gray hatte für seinen Film ursprünglich Musik von Holst, Ravel und Puccini vorgesehen. Shore verwendet daher in seiner Musik auch zweimal ein Zitat aus Holsts Die Planeten: Saturn, Der Bringer des Alters. Insgesamt präsentiert sich die Musik zu The Yards als eher dezente, aber keineswegs trocken klingende Angelegenheit von einigem Gewicht.

Great Composers: Georges Delerue

Ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten bereitet Varèses Kompilation Great Composers: Georges Delerue. Auf zwei CDs präsentiert das Label erneut die bereits 1990 veröffentlichten Aufnahmen der sogenannten London Sessions. Es handelt sich um eine Reihe von Suiten und Themen aus Delerue-Film-Kompositionen, die Georges Delerue und Frank Fitzpatrick im Jahr 1989 in den Londoner Abbey Road Studios einspielten. Seinerzeit erschien die Kollektion - etwas unnötig auf drei CDs gestreckt - zusammen mit Ausschnitten aus zuvor auf Varèse-LPs erschienenen Delerue-Musiken. Die neue Zusammenstellung enthält auf zwei CDs sämtliche der Londoner Einspielungen und ebenfalls einige Zugaben aus dem Delerue-Archiv des Labels.

Georges Delerues Film-Kompositionen sind durchweg eingängig und von schönen Themen geprägt. Charakteristisch sind Streicherteppiche und darauf Soli von Holzbläsern, Klavier oder Gitarre - Rachel Portman steht dem Klangkonzept des berühmten Franzosen in vielem recht nahe.

Höhepunkte des Gebotenen sind die besonders farbige und originelle Homage à Francois Truffaut und die Suite aus Something wicked this way comes; ein schönes Beispiel für eine teilweise unheimliche Musik zu einem etwas fantasy-haften Film-Stoff, wobei der Komponist auch hier die lyrischen Momente besonders auskostet. Letztgenannte Musik ist eine kleine Rarität, da sie im Film nicht eingesetzt worden ist. Die beiden CDs sind sehr gut anhörbar, fast durchweg etwas zum Träumen oder auch gehobenen Nebenbei-Hören. Das ordentliche Booklet enthält erfreulicherweise solide Hintergrund-Infos. Da auch die Klang-Qualität ohne Mängel ist, bleibt eine klare Empfehlung für das nicht nur prall gefüllte, sondern auch sehr preiswerte CD-Doppel-Pack. (Für die Musik gibt es im Mittel 4 Sterne und dazu für die erstklassige Kompilation einen Bonus.)

Michael Boldhaus | 08.04.2001
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Trackinformationen
Great Composers: Georges Delerue
CD 1:

01. Platoon Theme (6:54)
02. Reich und berühmt (Rich and Famous) Suite (4:54)
03. Ninas Alibi (Her Alibi) End Title (5:28)
04. Freundinnen (Beaches Friendship) (3:27)
05. Exposed - Kampf dem Terror (Exposed Suite) (9:16)
06. Biloxi Blues Main Title (2:32)
07. Magnolien aus Stahl (Steel Magnolias) Suite (8:06)
08. Zwischenspiel (Interlude) (3:21)
09. The Escape Artist Suite (7:22)
10. The Pick Up Artist Theme (3:08)
11. Man Woman and Child Theme (3:19)
12. Memories of Me Suite (6:48)
13. Das Böse kommt auf leisen Sohlen (Something Wicked This Way Comes) Suite (11:48)

CD 2:

01. Homage à François Truffaut * (12:09)
I. Schießen Sie auf den Pianisten (Tirez sur le pianiste)
II. L'Amour à Vingt ans
III. Jules und Jim
IV. Die süße Haut (La Peau douce)
V. Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent (Les deux Anglaises et le continent)
VI. Une belle fille comme moi
VII. Auf Liebe und Tod (Vivement dimanche!)
VIII. Day for Night
IX. Die Frau nebenan (La femme d'à côté)
X. Die letzte Metro (Le Dernier Métro)

02. Maxie End Title (4:04)
03. Das Haus in der Carroll Street - Theme (3:10)
04. A Little Sex Suite (9:25)
05. Traumfrau vom Dienst - Theme (2:12)
06. Verbrecherische Herzen - Suite (10:51)
07. Man Trouble End Title (2:45)
08. Ich liebe Dich, I Love You, Je t'aime - Main Title (3:12)
09. Rich In Love - Suite (8:44)
10. Agnes - Engel im Feuer - Suite (9:38)
11. Black Robe - Am Fluß der Irokesen - Suite (9:52)
Gesamtspielzeit CD 1: 77:12 Min.; CD 2: 76:35 Min.

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