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Final Fantasy: The Spirits Within / The Score
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Final Fantasy: The Spirits Within » Elliot Goldenthal  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Final Fantasy: The Spirits Within, 2001

Label: Sony (CD 89019)

Komponist: Elliot Goldenthal

Bewertung:
5 von 6 Sternen
5 von 6 Sternen


Laufzeit: 56:36 Min.

The Score » Howard Shore  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: The Score, 2001

Label: Varèse (VSD-6267)

Komponist: Howard Shore

Bewertung:
4 von 6 Sternen
4 von 6 Sternen


Laufzeit: 38:42 Min.

Final Fantasy: The Spirits Within

Final Fantasy: The Spirits Within * Final Fantasy - Die Mächte in Dir ist ein weiterer High-Tech-Blockbuster, der am 23. August 2001 in den deutschen Kinos an den Start geht und mit besonders ausgefeilten Computer-Animationen hervorstechen soll.

Die Musik zu dem Science-Fiction-Märchen, bei dem die gleichnamige Videospiel-Serie von Hironobu Sakaguchi die Keimzelle eines Spielfilms wurde, stammt von Elliot Goldenthal. Man spürt auch in dieser - in Teilen modernistisch geprägten - Tonschöpfung den hervorragenden Lehrmeister Goldenthals, John Corigliano (siehe auch Die rote Violine, Corigliano-Sampler in Kleine Klassikwanderung: Teil 3). Der Komponist arbeitet hier mit großem Orchester, Chor und auch synthetischen Klängen. Die Konzeption ist ein wenig verwandt mit der in James Horners Musik zu Brainstorm (1982).

Das klangliche Resultat ist dieses Mal sicher eher routiniert, denn innovativ: allerdings, das hohe handwerkliche Niveau steht außer Frage; Final Fantasy ist damit eine typische Goldenthal-Musik im besten Sinne. Ihre sehr kraftvollen und dazu rauschhaften Klangstrukturen sind überzeugend auskomponiert und auch sehr geschickt instrumentiert. Die Musik ist ein klangprächtiges Fest für das Gehör. Das hohe Maß an filigraner Detailarbeit und damit die äußerst sorgfältige Arbeitsweise des Komponisten ist hör- und damit nachvollziehbar. Elliot Goldenthal gehört zweifellos zu den derzeit Größten des Metiers. Final Fantasy bietet aber nicht allein raffinierte, komplex gestaltete Klänge, sondern enthält auch von schöner Melodie geprägte Passagen. Diese geben dem rund 50-minütigen Score-Anteil des Albums zusätzliche Hörqualitäten.

Zum Abschluss der CD erklingen noch zwei Pop-Songs. Der Song The Dream Within - interpretiert von Lara Fabian - basiert auf dem Hauptthema und ist damit immerhin noch ein weitgehend integraler Bestandteil des CD-Albums. Bei Spirit Dreams Inside der japanischen Rock-Gruppe LArc-En-Ciel dagegen handelt es sich um eine sehr gewöhnungsbedürftige Zugabe, die mit der Film-Musik nichts zu tun hat.

The Score

Vermutlich in einer Zelle kam Howard Shore der Einfall, in seiner Ton-Schöpfung zum Kriminal-Thriller mit Robert de Niro The Score - ähnlich wie in [url id=]The Cell[/url] - zwei sehr unterschiedliche Klangwelten aufeinander treffen zu lassen. Dem Sinfonieorchester steht dieses Mal ein Jazz-Ensemble gegenüber. Zwar sind die klanglichen Kombinationen und Schichtungen hier nicht ganz so beeindruckend und spektakulär wie in The Cell - wohl auch, da weniger stark gegensätzlich wirkend. Shore ist aber auch dieses Mal eine überzeugende musikalische Synthese gelungen. Der Komponist arbeitet mit einer immer wiederkehrenden primär atmosphärischen Tonfolge, die im Charakter eher einem Motiv, denn einem melodisch orientierten Thema entspricht.

Die Kombination Kriminalfilm und Jazzmusik ist zwar nicht neu, aber das Handling ist hier schon ungewöhnlich und experimentell zu nennen. Die Musik zu The Score (Kinostart am 9.8.2001) ist in sich sehr homogen auskomponiert und darf als einfalls- und abwechslungsreich bezeichnet werden. Ein nicht allein interessantes, sondern auch gut fließendes Hör-Album, das aufgeschlossenen Filmmusik-Freunden (auch Nicht-Jazz-Freaks) sehr willkommen sein dürfte.

Michael Boldhaus | 10.08.2001
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