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Below / Ghost Ship / fear dot com
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Below » Graeme Revell  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Below, 2002

Label: Varèse (VSD-6416)

Komponist: Graeme Revell

Bewertung:
1 von 6 Sternen
1 von 6 Sternen


Laufzeit: 35:31 Min.

Ghost Ship » John Frizzell  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Ghost Ship, 2002

Label: Varèse (VSD-6419)

Komponist: John Frizzell

Bewertung:
2½ von 6 Sternen
2½ von 6 Sternen


Laufzeit: 73:55 Min.

fear dot com » Nicholas Pike  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: fear dot com, 2002

Label: Varèse (VSD-6388)

Komponist: Nicholas Pike

Bewertung:
2 von 6 Sternen
2 von 6 Sternen


Laufzeit: 73:14 Min.

Ein im zweiten Weltkrieg angesiedelter Science-Fiction-Thriller, der wohl ein wenig eine Kreuzung von Das Boot und Alien sein soll. Graeme Revell schrieb dazu eine Musik, deren orchestrale Klänge stark von synthetischen Anteilen durchsetzt sind. Das Ganze besteht abseits des passablen Schluss-Tracks aus eher uninteressanten – fast ausschließlich Spannungs- und Actionmusikschemata verpflichteten – Stücken, die über ausgetretene Genrestandards nicht hinausragen. Synthetische Klangeffekte, dazu oftmals noch mit synthie-poppigen Rhythmen versehen, ergänzen simpel gestrickte orchestrale Klänge.

Über die 35 Album-Minuten taucht ein wirklich markantes Thema nicht auf. Das Gebotene wirkt damit weitgehend atmosphärisch und ist in seiner schlichten Machart rasch ermüdend. In einzelnen Passagen geht es heroisch zu, wobei kräftig im Stil von The Rock geZimmert wird, ohne freilich das Vorbild zu erreichen. Eine CD, die wohl ausschließlich für Fans von Graeme Revell und als Filmsouvenir von Interesse sein dürfte.

Nochmals ein maritimer Ausflug ins Horror-Genre: Ghost Ship startete in den deutschen Kinos am 23. Januar 2003. Dieses Mal geschehen auf einem treibend gefundenen, seit den 50er Jahren vermissten, Passagierschiff bedrohliche Dinge. Bei John Frizzell ist dieser B-Streifen musikalisch in recht bewährten Händen, was aber nicht bedeutet, dass man allzu viel erwarten darf. Wie auch bei Below liegt eine eher standardisierte Mixtur aus elektronischen und orchestralen Klängen vor, mitunter unterstützt durch ethnisch anmutende Vocalisen. In jedem Fall ist aber hier die Musik merklich einfallsreicher, thematisch besser organisiert und auch abwechslungsreicher gestaltet als in Below, sie verfügt sogar über einige atmosphärisch solide gemachten Passagen. Verwandtschaft zu Marco Beltrami und auch Jerry Goldsmith ist spürbar.

Der Käufer bekommt viel Frizzell für sein Geld, nämlich rund 74 Minuten. In diesen ist auch der Song My Little Box enthalten. Im Film dürfte die Musik ihre Funktion sehr ordentlich erfüllen. Als Höralbum gibts über die gesamte Laufzeit zwar einige Längen, die aber für Freunde derartiger Scores wohl deutlich weniger gravierend sein dürften.

In William Malones Horror-Thriller birgt eine mysteriöse Webseite für ihre Besucher offenbar tödliche Gefahr. Nicholas Pike mischt – wie seine Kollegen in Below und Ghost Ship – für seinen musikalischen Beitrag orchestrale mit elektronischen Klängen und setzt ebenso auf gelegentliche vokale Unterstützung. Recht originell ist ein barock anmutendes Orgel-Solo in Distressed Furniture und auch einige weitere Passagen sind recht ansprechend gestaltet, allerdings fehlt auch hier ein markanter thematischer oder motivischer Einfall, der die Komposition gut zusammenhält.

Dafür enthält Pikes Score zum Teil recht avantgardistisch anmutende Klang-Geräusch-Collagen, so z. B. in Alistair Gets Cozy, wo Teile der Mixtur an das Knarren einer Tür erinnern – ein Effekt dem man auch in verschiedenen weiteren Tracks begegnet. Ob allerdings viele Hörer einer eher monotonen Wiederholung – über hier immerhin fast zweieinhalb Minuten – viel abgewinnen können, sei dahin gestellt. In Gänze dürfte das Album daher wohl nur etwas für Spezialisten und Anhänger stark atmosphärischer, experimentell orientierter Horror-Scores und natürlich etwas für Freunde der Musik des Komponisten sein.

Im langen Albumschnitt von rund 74 Minuten ist auch Badlands enthalten, interpretiert von The Plague. Programmieren verhilft zu einem besseren musikalischen Fluss.

Michael Boldhaus | 30.01.2003
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