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Treasure Planet / The Emperor's Club
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Treasure Planet » James Newton Howard  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Treasure Planet, 2002

Label: WEA (5050466-1797-2)

Komponist: James Newton Howard

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 54:51 Min.

The Emperor's Club » James Newton Howard  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: The Emperor's Club, 2002

Label: Varèse (VSD 6424)

Komponist: James Newton Howard

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 29:19 Min.

Treasure Planet

Die Abenteuer von Jim Hawkins nach Robert Louis Stevensons berühmtem Roman Die Schatzinsel (siehe auch ZDF-Advents-Vierteiler Die Schatzinsel) sind im neuesten Disney-Zeichentrickfilm Treasure Planet * Der Schatzplanet auf recht dubiose Art ins Weltall verlegt worden - propellergetriebene (!) Segelschiffe des 18. Jahrhunderts gehen hier auf Schatzsuche.

Für James Newton Howard ist die Komposition die dritte Disney-Komposition - nach Dinosaurier und Atlantis - The Lost Empire. Seine Musik zu Treasure Planet steht in der Machart beiden Vorläufern nahe, ist eine solide und sauber gearbeitete Cartoonmusik für großes Orchester und Chor. Im Angebot sind hübsch einkomponierte Mickey-Mousing-Effekte, ein Hauch von Shanty, Elmer Bernsteins Westernmusiken und gelegentlich erscheint (weltraumgerecht) auch ein wenig Star Wars im Blech. Wobei die vereinzelten Passagen mit den Elektrogitarren etwas an Horners The Storm erinnern. Das angenehme, aber nicht allzu prägnante Hauptthema und auch die folkloristischen Einlagen haben irisches Flair.

Die typischen Cartoon-Standards werden vom Komponisten auch dieses Mal souverän gehandhabt und sind gut instrumentiert. Es erklingen häufiger vielfältig glitzernd klingende Celesta-Passagen und gelegentlich (z. B. in Track 12 "Ben") kommt auch die selten zu hörende Singende Säge originell zum Einsatz. Das Folkloristische wird zwar nett gehandhabt, es reicht in Machart und Wirkung allerdings nicht an Atlantis oder den Charme von Howards Americana-Scores heran und auch die epischen Proportionen der Abenteuer- und Actionpassagen bleiben deutlich hinter Dinosaurier und auch etwas hinter Atlantis zurück. Bleibt unterm Strich zwar nur eine nicht überragende, allerdings unterhaltsame und in Teilen auch recht heroisch klingende Abenteuerfilmmusik.

Der Filmmusik vorangestellt sind zwei passable Popsongs, John Rzeznik mit Im Still Here sowie BBMak mit Always Know Where You Are, die mit dem Rest nichts gemein haben. Der Score-Anteil beträgt rund 47 Minuten.

The Emperor's Club

Zu Michael Hoffmans Film The Emperors Club (mit Kevin Cline) komponierte James Newton Howard eine charmant und gut klingende Filmmusik. Das zweifellos schöne und eingängige Höralbum hat nur einen, allerdings entscheidenden Fehler: es klingt praktisch nicht nach Newton Howard. Vielmehr entpuppt sich die Komposition geradezu als Mix aus Stilismen von Rachel Portman (Track 3) und Thomas Newman (Track 2). Insgesamt eine recht luftig instrumentierte, klangschöne, mit Streicherteppichen, Holzbläsersoli und Gitarrenklängen versehene Musik, von leicht pastoral angehauchter Stimmung.

Vermutlich liegt es an den, dem Rohschnitt des Films oftmals zur Verdeutlichung der Vorstellungen des Regisseurs oder Produzenten angelegten Modell-Stücken (Temp-Tracks). So klingt das Resultat fast durchgehend allzu eindeutig wie in Portmans Gottes Werk und Teufels Beitrag und Newmans Duft der Frauen.

Für einen Komponisten dieses Ranges ist derartig extremes Stilkopieren schon etwas überraschend, ja fast ärgerlich. Ein derartig extremes Nachmodeln hatten wir zuletzt (ähnlich offenkundig) bei John Debneys Dragonfly. Im vorliegenden Falle wird das Bewerten ein vergleichbar schwieriger Akt. Für sich allein betrachtet wären für die handwerklich zweifellos gut gearbeitete Komposition zu The Emperors Club die noch (!) verliehenen 3 ½ Sterne völlig okay, sogar 4 unproblematisch. Unter diesen Umständen dürfte die vergebene Wertung das Äußerste des Machbaren, wenn nicht doch bereits des Guten etwas zuviel sein.

Michael Boldhaus | 20.03.2003
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