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Seabiscuit / Johnny English
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Seabiscuit » Randy Newman  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Seabiscuit, 2003

Label: Decca (986 0861)

Komponist: Randy Newman

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 46:33 Min.

Johnny English » Edward Shearmur  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Johnny English, 2003

Label: Decca (475 016-2)

Komponist: Edward Shearmur

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 62:38 Min.

Seabiscuit

Für Seabiscuit, einem Film aus der Welt des Reitsports, hat Randy Newman eine sehr hübsch anhörbare, an klassischen Hollywood-Standards orientierte Filmmusik komponiert. Der Titel des zum Film erhältlichen Buches Seabiscuit: An American Legend ist hier Programm. In erster Linie romantisch, in Teilen aber auch mit einem Hauch Pathos versehen kommt das Ganze daher. Randy-Newman-typisch ist alles sehr luftig und transparent instrumentiert und selbst die Action- und heroischen Momente bleiben dezent und damit klar abseits der wuchtigen, ausladenden Monumentalität von Vergleichbarem eines Jerry Goldsmith (beispielsweise zu Air Force One).

Im Ganzen also ein eher zurückhaltender, folkig orientierter Score, der mit vielen Instrumentalsoli von Gitarre und Holzbläsern - teilweise ein wenig à la Elmer Bernstein - aufwartet und gelegentlich auch eine Portion Aaron Copland im Gepäck hat. Das liedartige Hauptthema wird in Track 4 von Randy Newman höchstpersönlich am Klavier vorgestellt. Einzelne Tracks sorgen für weitere Farbtupfer: So gibts mexikanische Mariachi in Le Tequilera und Marcela/Agua Caliente sowie einen Hauch von Big-Band-Jazz in Infield Folks.

Oftmals wirken die Film-Scores von Randy Newman zusammen mit dem jeweiligen Film besser als solo von Tonträger gehört. Da entpuppen sie sich mitunter als doch wenig eigenständiges und auch unzusammenhängendes Hörerlebnis. Seabiscuit funktioniert da merklich besser, ist ein gut fließendes, mit einer Reihe sehr schöner Stellen durchsetztes und überhaupt sehr eingängiges Höralbum.

Johnny English

Zur Vertonung der Bond-Parodie Johnny English mit Ulknudel Mr. Bean erweist sich Edward Shearmur einmal mehr als vielseitiger Tonsetzer (K-Pax, The Count of Monte Cristo). Sein recht originelles Hauptthema für den Geheimagenten ohne Furcht und Ahnung atmet den klassischen Bond-Barry-Touch, besonders in den - eindeutig beim 007-Original geliehenen - und somit augenzwinkernden Gitarren-Riffs, aber ebenso in den charakteristischen Bläser Parts. Besagtes Thema zieht sich leitmotivartig durch den gesamten Score, der eine sehr hübsche und komödiantische Mischung aus klassischen John-Barry-Bond- und den modernen technoorientierten David-Arnold-Bond-Stilismen ist (siehe dazu auch Die Another Day).

Eingestreut finden sich vier Score-fremde Stücke, wie der Song A Man for All Seasons von Robbie Williams und Hans Zimmer. Etwas irritierend ist das finale Agent No. 1, das mit einer Lauflänge von rund 15 Minuten (ein Viertel der Albumspielzeit) zwischendrin aus rund neun Minuten Stille (!) besteht. Derartige Hidden Tracks sind einfach nur eines: Eine ärgerliche Spielerei. Daraus resultiert ein eher bescheidener Score-Anteil von knapp 38 Minuten, bei einem ansonsten sehr unterhaltsamen CD-Album.

Michael Boldhaus | 01.11.2003
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