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Freddy vs. Jason
Nicht allein nur alle Jahre wieder, sondern auch zwischendrin gibt’s Griffe in die Kiste mit (aktuellen) Horror-Scores. Da hält der Kunde die Musik zu Freddy vs. Jason in der Hand, ein Film, der in der Kombination „bewährter“ Horror-Gestalten an alte Universal-Tage der Forties erinnert. Die Varèse-CD ist die Eintrittskarte zur (wie gewohnt) eher ideenarmen Werkstatt Graeme Revells. Das Gebotene besteht aus vielen elektroniklastigen, recht ruhigen, rein atmosphärischen und unheilsschwanger wirkenden Cues, die allerdings ohne Film allein noch in der Luft hängen.
Mitunter wird’s dann doch etwas lebhafter; technoartiges Gewummere steht für Action und natürlich gibt’s die - ach so beliebt-berüchtigten - Slasher-Sounds inklusive. Leider ist aber weder in den von Mitgliedern des City of Prague Philharmonic bestrittenen Teilen noch in den beigemischten Synthesizer-Sounds etwas spürbar, das die aufkommende Langeweile und Abschaltneigung zu verdrängen vermag. Alles in allem ein eher fades, allein ermüdendes klangliches Gebräu aus abgedroschenen Klängen und Effekten, das ausschließlich für hartgesottene Horror- und passionierte Freunde des Komponisten noch einigermaßen erquicklich sein dürfte. Auch das eingearbeitete Zitat von Harry Manfredinis „Jason’s Theme“ aus Friday the 13th vermag da kaum noch etwas zu retten. Eine CD, bei der sich vielmehr dieselbe Frage stellt, die bereits der Titel des Schlusstracks aufwirft: „Is it ever Over?“
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Jeepers Creepers 2
Deutlich besser schneidet hingegen Bennett Salvays Vertonung von Jeepers Creepers 2 ab, dem Sequel von Victor Salvas Horror-Schocker. Dieses Mal muss eine komplette Basketballmanschaft gegen das berüchtigte, aus dem ersten Film bekannte Monster um ihr Leben kämpfen. Salvay hat mit der Unterstützung von sechs Orchestratoren einen handwerklich soliden Suspense-Horror-Score erstellt. Einen, bei dem Keyboards nur sparsam agieren und das recht groß besetzte Orchester, Hollwood Studio Symphony, recht differenziert zum Einsatz kommt.
Auch hier präsentiert sich eine zwangsläufig sehr atmosphärische, nicht thematisch, sondern motivisch organisierte Horrorfilmmusik. Zwar ist auch Jeepers Creepers 2 weder neuartig noch sonderlich originell, die atmosphärischen Passagen und auch die recht wuchtigen, dabei weitgehend orchestralen Action-Partien vermag der Komponist aber doch hörbar gut zu organisieren. Erfreulicherweise verfällt er dabei auch in den Action-Passagen nicht in eher belanglosen Radau. Wucht allein macht’s eben nicht, und so wartet Salvay denn auch mit ein paar recht netten Einfällen auf: setzt auf die fremdartig anmutenden Sounds einer elektrischen Violine und greift im „großen“ Finish zu afrikanischen Buschtrommeln, um einen besonders brachial-archaisierenden Effekt zu erhalten.
Keine leichte Kost für nebenbei, aber die erwarten und wollen Horror-Filmmusik-Freaks wohl auch kaum. Zweifellos ist dies nun ebenfalls keine Musik, die man unbedingt haben muss, aber trotzdem keine fast beliebig austauschbare und anderweitig bereits x-fach (und dazu besser) gehörte Horror-Dutzendware wie beim obigen Revell-Score.
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