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Predator / Predator 2
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Predator » Alan Silvestri  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Predator, 2003

Label: Varèse Sarabande (VCL 0803 1022)

Komponist: Alan Silvestri

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 73:15 Min.

Predator 2 » Alan Silvestri  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Predator 2, 1990

Label: Varèse Sarabande (VSD-5302)

Komponist: Alan Silvestri

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 45:17 Min.

John McTiernan inszenierte die Konfrontation einer US-Eliteeinheit mit einem todbringenden Alien im mittelamerikanischen Dschungel als rasantes und brutales Horror-Action-Spektakel. Lange Zeit war Alan Silvestris von vielen Fans sehr begehrte Filmmusik ausschließlich als Bootleg erhältlich. Der Varèse-Club hat diesem Zustand nun ein Ende bereitet und die komplette Musik als sorgfältig editierte Club-CD herausgebracht. Hier wird Silvestris Musik originellerweise die bekannte 20th-Century-Fox-Fanfare im äußerst raffinierten Arrangement Elliot Goldenthals für Alien 3 vorangestellt — ein Anachronismus der besonders gelungenen Art.

Alan Silvestris Musik zum 1986er Film Predator knüpft bei First Blood * Rambo (1982) von Jerry Goldsmith an. Predator, aber auch James Horners Aliens — aus dem selben Jahr — zählen zweifellos zu den wichtigen Vorbildern (in Form unzähliger Temp-Tracks) für die Blockbuster-Action-Scores der späten 80er und 90er Jahre. Wobei für das Action-Scoring der 90er auch Hans Zimmer genannt werden muss — mit Black Rain (1989) und Days of Thunder (1990).

Silvestri arbeitet in Predator mit einem groß besetzten Sinfonieorchester und zieht auch synthetische Klänge hinzu. Der Komponist arbeitet mit Motiven (anstelle breiter Themen), verwendet Ostinato-Strukturen in den Spannungsmomenten und setzt auf straffe militärische Rhythmik in den ausgedehnten Action-Passagen. Die Musik pendelt so zwischen rasanten Partien (mit motorischen Percussions) und ruhigen, brodelnd-atmosphärischen Teilen.

Alles in allem handelt es sich hier um eine zweifellos solide gemachte Filmmusik, aber nicht wirklich um ein großes Werk, vielmehr um eines, das filmmusikgeschichtlich wichtig ist. Als Höralbum funktioniert m. E. der Predator infolge eines Schusses mehr Abwechslung besser als Aliens, dessen minutenlange ermüdend-monotonen Rhythmen abseits der Bilder besonders rasch langweilen. Allerdings, als reines Höralbum dürften die knapp 73 Minuten Predator manchem auch schon recht lang werden. Aber hieran stören sich die Fans meist gar nicht. Drum gilt: Wer auf die Predator-Musik schon lange gewartet hat, kann beruhigt zugreifen. Abgesehen von einem für eine Aufnahme aus der Mitte der 80er etwas hohen Grundrauschpegel, gibt es nichts Entscheidendes zu bemängeln; auch wenn es beim etwas engen Klangbild nur für ein Gut reicht. Das recht informative Booklet wartet mit einer detaillierten Beschreibung vom Film und der Musik auf, was den ohnehin guten Eindruck der Edition noch unterstreicht.

Wer vom ersten Predator noch nicht genug hat, der sollte auch der Tonträger-Version des 1990er Sequels Predator 2 eine Chance gönnen. Silvestri knüpft hier musikalisch beim ersten Film an, variiert das Klanggeschehen aber geschickt durch Einsatz exotischen Schlagwerks anstelle der im ersten Film (stimmig) besonders ausgeprägten militärischen Rhythmik. Darüber hinaus zieht er außerdem noch einen gemischten vokalisierenden Chor hinzu. Der rund dreiviertelstündige Schnitt des (noch lieferbaren) Varèse-Albums ist sehr repräsentativ zusammengestellt und auch klanglich tadellos. Als schlichte Mogelpackung hingegen ist das recht dicke Booklet zu bezeichnen, das innerhalb des mittig gefalteten, lediglich bebilderten Doppelblattes allein die reine Werbebroschüre Top 200 Soundtracks enthält. Für Freunde der Musik des ersten Filmteils ist das Album aber trotz dieser kleinen Einschränkung eine wohl unverzichtbare Ergänzung.

Michael Boldhaus | 29.12.2003
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