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Godsend / Traffic - The Miniseries
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Godsend » Brian Tyler  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Godsend, 2004

Label: Varèse Sarabande (VSD-6563)

Komponist: Brian Tyler

Bewertung:
2½ von 6 Sternen
2½ von 6 Sternen


Laufzeit: 67:25 Min.

Traffic - The Miniseries » Jeff Rona  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Traffic - The Miniseries, 2004

Label: Varèse Sarabande (VSD-6544)

Komponist: Jeff Rona

Bewertung:
1½ von 6 Sternen
1½ von 6 Sternen


Laufzeit: 70:36 Min.

Godsend

In Nick Hamms Horror-Thriller geht es um das sensible Thema Klonen von Menschen. Ein zwielichtiger Wissenschaftler (Robert De Niro) holt in seinem Godsend-Institut auf diese Art den ums Leben gekommenen achtjährigen Sohn eines verzweifelten Ehepaares ins Leben zurück. Als der Klon mit dem sinnigen Namen Adam die Lebenszeit des Originals überschreitet, beginnt ein tödlicher Albtraum.

Dass Brian Tyler (Darkness Falls, Children of Dune, Hunted) grundsätzlich talentiert ist, ändert nichts daran, dass er nach dem blassen Timeline nun auch mit Godsend nicht wirklich zu überzeugen vermag. Der lange CD-Schnitt beginnt ruhig mit Klängen, die an Elliot Goldenthal (Final Fantasy) und besonders an James Newton Howard (The Sixth Sense, Unbreakable, Signs) erinnern. Die teilweise romantisch-ätherischen Sounds des Beginns (Klavier, Vokalise über Orchester plus Synthetik) kippen nach und nach ab in übliche, x-fach bekannte routinierte Slasher-Standards. In letzteren gibt’s in manchen harschen Bläserpassagen wiederum an Goldenthal Gemahnendes und das CD-Cover gibt einen wichtigen Hinweis zur Frage nach dem Warum: An der Orchestration war Robert Elhai beteiligt.

Handwerklich ist der Score sicher passabel gearbeitet, aber er packt nicht, bleibt selbst ein allzu klonverdächtiges (Temp-Tracks), insgesamt recht farbloses Hörerlebnis. Daran vermögen auch ein religiös anmutendes und ein nettes kinderliedartiges Thema, die zusammen den Score bestimmen, wenig zu ändern. Darüber hinaus sind die knapp 70 Minuten (leider) einfach nur eines: viel zu lang! Wer ein Souvenir zum Film haben möchte, der dürfte mit einer selbst zusammengestellten Kurzfassung von vielleicht 20 Minuten vielleicht auch mittelfristig zufrieden sein.


Traffic — The Miniseries

Die TV-Mini-Serie knüpft an Steven Soderberghs Drama aus dem Drogenmilieu, Traffic — Die Macht des Kartells, an. Jeff Rona hat für die TV-Serie ein stark synthetisch durchsetztes Klangdesign geschaffen, bei dem auch eine Reihe akustische Instrumente vertreten sind: Cello und elektrisches Cello, Gitarre, Balalaika, der seit Gladiator offenbar unverzichtbare Duduk, Saz und Setar. Der Komponist spielt übrigens höchstpersönlich Flöte und das irische Hackbrett, den Dulcimer.

Das Ergebnis ist eine mitunter bizarr anmutende Mixtur: Thematisch-melodisch orientierte, größtenteils ethnisch durchsetzte und dabei oftmals recht elegisch anmutende Teile, in denen die akustischen Instrumente deutlichen Anteil haben, stehen neben zum Geräusch tendierenden elektropoppigen Action- und Ambient-Cues. Im Film mögen letztere ihre Berechtigung haben, aber davon gelöst dürften nur Freunde der Serie und Fans ähnlicher Sounds wie in Nicht auflegen! begeistert sein. Zwar nicht einfach schlecht, aber schlicht gemacht, lautet hier die Devise. Eine CD-Veröffentlichung der Kategorie weitgehend überflüssig.

Michael Boldhaus | 13.07.2004
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