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Jeux d'enfants / Ultimate Mancini
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Jeux d'enfants » Philippe Rombi  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Jeux d'enfants, 2004

Label: Decca (981 046-6)

Komponist: Philippe Rombi

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 54:57 Min.

Ultimate Mancini » Henry Mancini  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
Sampler: Ultimate Mancini, 2004

Label: Concord (CCD-2237-2)

Komponist: Henry Mancini

Laufzeit: 53:54 Min.

Jeux denfants

Unter dem deutschen Titel Liebe mich, wenn du dich traust ist diese französische Liebeskomödie seit dem 12. August 2004 in den deutschen Kinos zu sehen. Für den Score zeichnet der hierzulande wenig geläufige Philippe Rombi verantwortlich. Die orchestrale Musik ist leicht und stellt ein aus einer viernötigen Phrase entstehendes Hauptthema in den Mittelpunkt. Dieses ist zwar recht banal, besitzt aber zugleich Charme. Besonders ansprechend ist der rund 5-minütige erste Track Ouverture, der das Thema nicht nur im Klavier vorstellt, sondern es auch hübsch durch das Orchester defilieren lässt und auch mit nett einkomponierten komödiantischen Mickey-Mousing-Effekten auf das Kommende einstimmt. Direkt anschließend gibt’s besagtes Thema in einer breiter angelegten Version als Love Theme, die sich gewichtig gibt, sogar einen Hauch von großem Klavierkonzert aufweist.

Besagtes Liebesthema bildet die Basis des rund 40-minütigen Score-Anteils und scheint in überwiegend einfachen Varianten fortwährend auf. Eingestreut sind vier recht unterschiedliche Interpretationen des klassischen Hits La Vie en Rose unter anderem von Donna Summer und Louis Armstrong. Zuvor erscheint dessen berühmtes Thema bereits in Track 6, Les Lunettes Magiques, wird recht anmutig in Form eines kleinen Kontrapunkts zum Love-Theme eingeführt.

Als Bezugspunkte kommen ein wenig Georges Delerue, Francis Lai und auch Gabriel Yareds Autumn in New York in den Sinn. Alles in allem ist das Filmmusikalbum zu diesem französischen Liebesfilm zwar sicher weder aufregend noch großartig, aber es bietet zweifellos solides Komödienhandwerk und ist dabei sehr ansprechend und unterhaltsam. Und gerade aus letztgenanntem Grund dürfte Jeux d’enfants vielleicht bei manchem Käufer gar das Zeug zum kleinen aber feinen Spätsommer-Hit besitzen. Wertungsmäßig markieren die wohlwollend vergebenen dreieinhalb Sterne sicherlich die Spitze des Machbaren.

Ultimate Mancini

Hierbei handelt es sich um eine Kompilation bei der das Ultimate Mancini Orchestra unter dem Dirigat von Patrick Williams agiert und neben diversen Instrumentalisten auch Monica Mancini als Gesangssolistin bei der Neuinterpretation diverser Theme-Songs begleitet. Bei diesem in Kürze auch als 5.1-Surround-SACD-Hybrid-Tonträger erscheinenden Album (www.in-akustik.de) wird über 17 Titel ein nostalgischer Reigen bekannter und beliebter Mancini-(Film-)Melodien geboten. Das cool-jazzige Thema aus The Pink Panther eröffnet den Reigen und natürlich fehlen nicht Mr. Lucky, Two for the Road, Charade, Peter Gunn, Dornenvögel, Days of Wine and Roses, Darling Lili und ebenso ist auch das unverzichtbare Moon River aus Breakfast at Tiffany’s vertreten. Allerdings handelt es sich hierbei in Teilen um recht freizügig mit dem jeweiligen Original verfahrende Arrangements, beispielsweise in der Song-Version eines Themas aus einer der besonders schönen Filmkompositionen Henry Mancinis, The Molly Maguires * Verflucht bis zum Jüngsten Tag (1970) — eine Aussage, die übrigens ebenso für den zeitlos packenden Film über einen Bergarbeiterstreik in Pennsylvania im 19. Jahrhundert gilt.

Dies alles wird in technisch sauberen Interpretationen dargeboten, denen in Teilen allerdings doch etwas der Biss abgeht. Monica Mancini interpretiert die Songs zwar recht ansprechend, ist dabei im Ausdruck aber nicht allzu vielseitig. Im Duett in der Peter-Gunn-Suite ist Kenny Rankin ihr Partner. Als weitere Gäste sind mit von der Partie: take 6 (Chor), die Instrumentalisten Stevie Wonder (Mundharmonika), Plas Johnson (Tenor Sax), Tom Scott (Alto Sax), Michael Lang (Piano), Gary Burton (Vibraphone) und Joey DeFrancesco (Hammond B-3 Orgel).

Das Gebotene wirkt (was aber auch an den Arrangements liegen mag) denn doch etwas sehr aus gleichem Guss. Drum erscheint mir zumindest der im Album-Titel formulierte Anspruch Ultimate Mancini doch als ein wenig hoch gegriffen. Als reine Albumwertung kämen hier zweieinhalb bis maximal drei Sterne in Betracht.

Michael Boldhaus | 05.09.2004
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