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Shrek 2 / Meet the Fockers / Spanglish
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Shrek 2 » Harry Gregson-Williams  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Shrek 2, 2004

Label: Varèse (VSD-6620)

Komponist: Harry Gregson-Williams

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 40:35 Min.

Meet the Fockers » Randy Newman  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Meet the Fockers, 2004

Label: Varèse (VSD-6630)

Komponist: Randy Newman

Bewertung:
3 von 6 Sternen
3 von 6 Sternen


Laufzeit: 37:23 Min.

Spanglish » Hans Zimmer  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Spanglish, 2004

Label: Varèse (VSD-6632)

Komponist: Hans Zimmer

Bewertung:
3½ von 6 Sternen
3½ von 6 Sternen


Laufzeit: 38:18 Min.

Shrek 2

Shrek 2: Better than never! So lautet die m. E. zweifelhafte Werbung zum Film. Was im ersten Film um den unerzogenen grünen Oger zwar abenteuerlich gemischt, aber letztlich irgendwie doch gelungen miteinander harmonierte und damit funktionierte, geriet beim zweiten Film zu einem Nachzieher, bestehend aus einem eher krudem Stückwerk einzelner Gags. Entsprechend niedrig waren daher auch die Erwartungen an die CD — vom Kinobesuch ist mir von der Musik rein gar nichts in Erinnerung geblieben.

Umso erfreulicher verlief die Begegnung mit dem Varèse-Höralbum. Harry Gregson-Williams knüpft sehr ansprechend an die Musik zum ersten Film an. Dabei fügt er dem zusammen mit John Powell erstellten Score zum ersten Film nun sicherlich nichts Grandioses hinzu; ein handwerklich zwar routiniert, dabei aber hübsch gemachtes Komödien-Cartoon-Scoring bekommt der Käufer in jedem Fall geboten. Und wenn auch nicht aus dem Sessel reißend, so hängt das Album — laut Varèse handelt es sich um den kompletten Score — über die 40 Minuten auch nicht richtig durch.

Zu den kleinen Highlights gehört das hübsch barock (im Concerto-Grosso-Stil) gehaltene Far Far Away, dessen fanfarenhafter Schluss (Jubelchor inklusive) musikalisch drollig verunglückt. Und neben diversen typisch cartoonhaften Momenten, in denen Mickey-Mousing nicht zu kurz kommt, ist im stilistischen Mix auch ein sich ausladend steigernder, recht delikater Walzer zu finden, in Family Dinner.

Das Hauptthema aus der Musik zum ersten Film wird übernommen, nett variiert und dabei angenehmerweise nicht zu Tode geritten. Unterm Strich hat sich Harry Gregson-Williams sehr sauber aus der Affäre gezogen. Das Album legt zudem beim mehrmaligen Anhören an Wirkung noch etwas zu, da sehr ansprechend instrumentiert worden ist. Haben muss man sie sicher nicht unbedingt, die CD zu Shrek 2, aber so mancher dürfte daran schon ausgiebig seinen Spaß finden und das nicht nur einmal.

Meet the Fockers

Auch bei Meet the Fockers * Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich handelt es sich um ein Sequel, um das zu Meine Braut, ihr Vater und ich (2000). Randy Newman hat zu Jay Roachs neuer Komödie die Musik komponiert. Das Varèse-Album bietet daraus rund 20 Minuten orchestrale Musik in solider Randy-Newman-Comedy-Tradition. Transparent instrumentiert, mit hübschen Soli und eingängigen Themen versehen, ist alles sicherlich solide und zugleich recht plastisch auf das Bild komponiert — in Teilen kann man recht gut erahnen was gerade abgeht. Natürlich hat man derartiges schon x-fach in sehr ähnlicher Art und Weise gehört. Insgesamt sechs Songs (zwei davon von R. Newman direkt für den Film komponiert) ergänzen den Score-Anteil von rund 19 Minuten auf solide LP-Laufzeit von knapp 38 Minuten.

Wer ein klingendes Filmsouvenir möchte oder Randy-Newmans netten, leichtgewichtigen Komödienstil besonders mag, der wird zweifellos zufrieden gestellt.

Spanglish

Der Filmtitel verrät auf den zweiten Blick worum es im Film geht: um eine Sprachbarriere. Die schöne Mexikanerin Flor immigriert mit ihrer kleinen Tochter in die USA, nach Los Angeles, um dort ein besseres Leben zu führen. Rasch findet sie zwar eine Anstellung als Haushälterin bei einer amerikanischen Familie, hat allerdings nun damit zu kämpfen, dass sie kein Wort Englisch spricht.

Nach As Good as it Gets (1997) und I’ll Do Anything (1994) ist dies bereits der dritte Film den Hans Zimmer für Regisseur James L. Brooks vertont hat. Abseits seiner oftmals brachialen Action-Scores gehört Spanglish zu den subtileren, erfreulicherweise rein akustisch gelösten Filmvertonungen.

Luftig und duftig instrumentiert: kein schweres Blech und Schlagwerk, dafür kleines Streicherensemble, Klavier, Oboe, Klarinette, ein Trio aus zwei Violinen und Cello sorgen zusammen mit der eine zentrale Rolle im Ensemble spielenden Gitarre für einen oftmals kammermusikalischen Tonfall. Die von vielen Soli (besonders der Gitarre) getragene Musik ist spanisch eingefärbt, erinnert ein wenig an die kleiner besetzten Werke Joaquin Rodrigos und besitzt hin und wieder einen leichten Latin-Touch. Der zentrale musikalische Gedanke ist ein ansprechender kleiner melodischer Einfall, der in einfachen aber netten (recht abwechslungsreich instrumentierten) Variationen immer wieder aufscheint. Besonders schön wird er im vorletzten Track, Bus Stop, ausgespielt. Der finale Gershwin-Song They Can’t Take That Away From Me, interpretiert von Cloris Leachman and Ian Hyland, ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig geraten.

Spanglish ist im komödiantisch-charmanten Tonfall qualitativ vergleichbar mit der noch etwas vielseitigeren Musik zur Gaunerkomödie Matchstick Men (2003). Verwunderlich (oder vielmehr bezeichnend) ist allerdings, dass die Credits des Spanglish-Albums neben Maestro Zimmer insgesamt sechs Orchestratoren (!) und zusätzlich mehrere Assistenten ausweisen.

Michael Boldhaus | 30.04.2005
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