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Batman Begins / Per Anhalter durch die Galaxis
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CD: Batman Begins, 2005

Label: Warner Sunset Records (Z5/71324)

Komponist: James Newton Howard, Hans Zimmer

Bewertung:
2 von 6 Sternen
2 von 6 Sternen


Laufzeit: 60:32 Min.

Per Anhalter durch die Galaxis » Joby Talbot  » Klicken Sie auf das kleine Cover um es vergrößert darzustellen.
CD: Per Anhalter durch die Galaxis, 2005

Label: Hollywood Records (5050467-8315-2-0)

Komponist: Joby Talbot

Bewertung:
3 von 6 Sternen
3 von 6 Sternen


Laufzeit: 70:20 Min.

Batman Begins

Seit dem 16. Juni 2005 ist nun auch hierzulande Regisseur Christopher Nolans (Memento) Prequel, Batman Begins, zur bislang fünfteiligen Super-Helden-Fledermaus-Saga in den Kinos zu sehen. Wie schon seine Vorläufer läuft der Film an den deutschen Kinokassen bescheiden. Die Ankündigung, dass der Score in Zusammenarbeit von Hans Zimmer und James Newton Howard entstehen würde, induzierte einige Aufregung in den entsprechenden Diskussionsforen. Auf dem von Warner veröffentlichten CD-Album kann sich der Käufer nun abseits der Filmbilder über rund eine Stunde von der Musik in den Bann ziehen lassen oder auch nicht.

Wer zuerst auf die Wertung geschaut hat, wird das Kommende schon erahnen. Im Gegensatz zu den bereits während des Golden Age nicht ungewöhnlichen Teamworks bei Filmvertonungen macht das klingende Resultat der Zusammenarbeit der Herren Zimmer und Newton Howard einen erstaunlich inhomogenen Eindruck. Man vermag die Nahtstellen recht genau herauszuhören. Aus den vereinzelten ruhigen Passagen fällt dabei ein etwas auf The Sixth Sense verweisendes passables Liebesthema ins Ohr, das sowohl in seiner Machart als auch mit seinem orchestralen Umfeld (Klavier mit Streicherbegleitung) eindeutig James Newton Howard zuzuschreiben ist. Überwiegend wähnt man sich allerdings in der Werkstatt Hans Zimmers, wo, wie üblich, mit viel Klangsynthetik und kräftig elektronischem Bass gewerkelt und gewummert wird. Nicht nur das zentrale im Blech aufsteigende (da die Hauptfigur noch auf dem Wege zum Superhelden ist) evolutionäre Zweinotenmotiv für den titelgebenden Charakter wird von endlosen schlichten Streicher- und Rhythmusostinati quasi umwölkt — hier fühlt man sich schon arg an King Arthur erinnert. Letztlich zeigt Zimmer erneut, wie beliebig, austauschbar und damit letztlich abgedroschen seine Actionstandards inzwischen bereits sind.

Die Media-Ventures-Dominanz spiegelt sich auch in den Album-Credits: orchestriert wurde von Bruce Fowler und Brad Dechter, dirigiert von Gavin Greenaway, und auch der Cellist Martin Tillmann (The Ring) ist mit von der Partie. Neben gesampelten natürlichen Instrumenten kommen dieses Mal in Teilen auch eher nervige Geräuschkollagen hinzu, z. B. in Track 6. Dabei ist das Flügelschlagen der Fledermaus noch einigermaßen stimmig. Dieses dürfte mancher Hörer vielleicht gar als recht gelungenen Einfall empfinden.

Fazit: Anhörbar, aber insgesamt eine unscheinbare und kaum inspiriert wirkende Filmmusik, die von den Filmbildern gelöst über die an sich wohlmeinend großzügige Albumlänge eher zu ermüden, denn zu begeistern vermag. Ob die recht originell auf verschiedene Fledermausgattungen abzielenden Bezeichnungen der zwölf Albumtitel noch als weiterer Pluspunkt verbucht werden können, mag jeder Zimmer-Fan für sich entscheiden.

Per Anhalter durch die Galaxis

Kennen sie die weltweit einzige Trilogie in fünf Bänden (!) von Douglas Adams: The Hitchhikers’s Guide to the Galaxy? Nun, diese Ende der 70er Jahre begonnene Buchreihe besitzt Kultstatus, ist eine bizarr-schrullige und (aber-)witzige britische Mischung aus Science-Fiction und Comedy. Wussten Sie beispielsweise, dass weiße Labormäuse die intelligentesten Lebewesen des Planeten Erde sind, gefolgt von den Delphinen, welche durch ihre akrobatischen Sprünge der vom Affen abstammenden Spezies die Botschaft vermitteln wollten: Macht’s gut, und vielen Dank für den Fisch?

Aus den Büchern wurde eine BBC-Radioshow, eine Fernsehserie und schließlich der seit dem 9. Juni 2005 auch in den deutschen Lichtspieltheatern zu sehende Kinofilm. Das Zielpublikum sind die Fans der Bücher und der mittlerweile auch auf DVD erhältlichen TV-Serie. Diese können sich zum Film nun auch noch mit der Filmmusik des 1971 in Wimbledon geborenen Joby Talbot beglücken. Talbot hat viel mit Rock- und Pop-Bands gearbeitet und ist seit 1995 Mitglied der The Divine Comedy. Er hat sich aber ebenso mit klassischen Kompositionstechniken vertraut gemacht, indem er ein Kompositionsstudium absolvierte. Sein Score zu Per Anhalter durch die Galaxis spiegelt recht nett beide Welten wider: Neben einigen Soul-Klassikern ist von The Divine Comedy der von Neil Hannons interpretierte Delphin-Song So Long & Thanks for all the Fish vertreten, ein dem Musical nahe stehender, überaus witziger Ulk.

Den eigentlichen Score bildet eine lockere Mischung aus kleinen, mitunter dezent poppigen, aber ebenso (light-)sinfonisch anmutenden, dabei sowohl ein wenig an Star Trek als auch an Star Wars erinnernden Orchesterstücken. Dabei sind neben Choreinlagen mitunter auch recht antiquiert anmutende Synthesizer-Klänge zu bestaunen. Nun, dies ist wohl ein als Remineszens auf die Entstehungszeit der Romane/TV-Serie und dabei auf Marvin abgestimmter Gag. Immerhin ist Marvin, ein Roboter der Bauart EMP (Echtes Menschliches Persönlichkeitsbild), ja auch ein Verwandter von C-3PO.

Insgesamt handelt es sich hier nun (zwangsläufig) weder um eine besonders tiefsinnig und komplex angelegte, noch um eine besonders originelle Wege wählende Filmvertonung, sondern um eine eher lockere Sammlung insgesamt ansprechend geratener Einzel-Piècen. Dabei begegnet einem auch nochmals die Melodie o. g. Delfin-Songs, und auch ein weiterer hübscher thematischer Einfall ist verschiedentlich anzutreffen.

Fazit: Eine nett und unterhaltsam, teilweise auch recht augenzwinkernd geratene musikalische Reise durch die Galaxis. Eine kleine, aber feine Sache, bei der auch für den Hörer die Devise des Hitchhikers (intergalaktischen Reiseführers) gilt: Keine Panik! Denn eigentlich kann nichts schief gehen.

Michael Boldhaus | 21.07.2005
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