|
|
|
Special: Faschismus und Zweiter Weltkrieg im Spiegel ausgewählter Kinofilme, Teil VII, 2004
|
|
|
|
|
Buch: Der Untergang - Das Filmbuch, 2004
|
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (3-499-61923-7)
|
Schriftsteller: Bernd Eichinger, Joachim Fest
|
Zusatzinfos: € 10,90 (D)
|
Seiten 464 Seiten
|
|
|
|
|
Buch: Der Untergang (Essay), 2004
|
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (3-499-61537-1)
|
Schriftsteller: Joachim Fest
|
Zusatzinfos: € 8,90 (D)
|
Seiten 208 Seiten
|
|
|
|
|
Buch: Der Untergang (Hörbuch), 2004
|
Verlag: Der Audio Verlag (3-89813-369-9)
|
Schriftsteller: Joachim Fest
|
Zusatzinfos: 3 CDs
|
Seiten 190 Seiten
|
|
|
|
|
CD: Der Untergang, 2004
|
Label: Colosseum (CST 8097.2)
|
Komponist: Stephan Zacharias
|
Laufzeit: 43:20 Min.
|
|
|
|
|
Buch: Bis zur letzten Stunde (HC), 2004
|
Verlag: Claassen Verlag (3-546-00311-X)
|
Schriftsteller: Traudl Junge, Melissa Müller
|
Zusatzinfos: € 19,00 (D)
|
Seiten 272 Seiten
|
|
|
|
|
Buch: Bis zur letzten Stunde (TB), 2004
|
Verlag: List Verlag (3-548-60480-3)
|
Schriftsteller: Traudl Junge, Melissa Müller
|
Zusatzinfos: € 8,00 (D)
|
Seiten 272 Seiten
|
|
|
Der Untergang: Film, Bücher und Hörbuch, Filmmusik-CD
Oliver Hirschbiegels Drama über die letzten Tage des Dritten Reiches, Der Untergang, polarisiert und erhitzt die Gemüter. „Wie menschlich darf man Hitler überhaupt zeigen? “, zählt dabei zu den in den Medien diskutierten Fragen. „Die Zeit “ zitiert „Le Monde “, wo vom vorzeigbaren, häuslichen Hitler und von der Langweiligkeit dieser letzten Tage im Führerbunker die Rede ist; wobei der Wiener „Der Standard “ zu denen gehört, die besonders unheilvoll resümieren: Die Vermenschelung Hitlers sei ein Abschied von der „republikanischen verfassungspatriotischen Erinnerungskultur “, der Film stehe symptomatisch dafür, dass „sich die gesellschaftlichen Fraktionen für eine konservative Hegemonie allmählich finden “.
Die hier nur äußerst knapp angerissene Kontroverse um einen Film, der sich fast 60 Jahre „danach “ bemüht, ein möglichst realistisches Bild jener Götterdämmerung im Berlin des Frühjahrs 1945 zu zeigen, ist bemerkenswert, aber nicht wirklich neu. Geht der Film doch noch eindeutiger als einige seiner Vorläufer — z. B. Hitler, The Last Ten Days (1972), The Bunker (TV, 1980) — auf G. W. Pabsts Der letzte Akt (1955) zurück. Pabsts Film durchbrach als erster das im Nachkriegsdeutschland lange Zeit unausgesprochene Tabu, Adolf Hitler im Film zu zeigen. Bereits knapp 10 Jahre „danach “ einen Spielfilm zu diesem Thema in die Kinos zu bringen, zeugt von Wagnis und Mut. Nicht allein die in den deutschen Großstädten noch (für mehr als ein Jahrzehnt) sichtbaren Ruinen waren eine tagtägliche unausweichliche Erinnerung an die Folgen des „1000-jährigen Reichs “. Der Streifen kam außerdem zu einer Zeit in die Kinos, als hierzulande um Wiederbewaffnung und Gründung der Bundeswehr heftig gestritten wurde.
Der letzte Akt ist ein selbst heutzutage noch — auch und gerade (!) als Ergänzung zu Der Untergang — sehr sehenswerter und überaus eindrucksvoller Film. Leider ist er bislang nur als technisch recht unzulänglicher Video-Transfer hin und wieder im deutschen Fernsehen gezeigt worden. Möge daher Der letzte Akt dem Interessierten bald auch in Form einer ansehnlichen DVD-Edition zugänglich sein. In Albin Skoda besitzt der Film einen glaubwürdigen und zugleich markanten Hitler-Darsteller, dessen Interpretation der Figur übrigens Bruno Ganz als Ausgangspunkt für die Gestaltung seiner Rolle diente.
Auch Der letzte Akt hatte seinerzeit (bereits während seiner Entstehung) ähnlich heftige Pressenotizen zur Folge, die den heutigen mitunter verblüffend ähnlich sind. So wurde die Frage aufgeworfen, ob das Aufgreifen des Themas nicht an die Grenzen des guten Geschmacks rührt, und ein Redakteur resümierte in einem Artikel der Illustrierten „Quick “ schon damals: „Ob der Film dem deutschen Volk gut tut, das ist eine Frage, die nicht gestellt wird. “
Wie auch immer man Oliver Hirschbiegels Film auffassen und interpretieren mag, ich denke, dass er ein überaus sehenswerter Beitrag zu dem wohl dunkelsten Kapitel der Deutschen Geschichte ist. Allein aus dem Ansehen eines Films heraus die Ära des Dritten Reiches voll zu verstehen oder überhaupt umfassender zu begreifen, das ist jedoch ein überzogener Anspruch, an dem jeder Film zum Thema scheitern muss. Insofern sollte der zeitgeschichtlich Interessierte in jedem Fall den Filmbesuch nachbereiten und ergänzen. Dieser Artikel will dazu ein paar Anregungen geben.
Ausgangspunkte für Der Untergang lieferten Joachim Fests historische Skizze gleichen Titels sowie die Erinnerungen Traudl Junges, einer der vier Sekretärinnen Hitlers, in „Bis zur letzten Stunde “. Beide Publikationen eignen sich vorzüglich, das im Film Gesehene zu vertiefen und dem Gezeigten mehr Detailschärfe durch aufgezeigte Zusammenhänge zu verleihen.
|
Die Fest-Skizze erschien erstmalig im Jahr 2002. Den Anstoß dazu lieferte die Resonanz auf einen knappen Beitrag, den er zuvor für das Sammelwerk „Deutsche Erinnerungsorte“ über den Führerbunker verfasst hatte. Joachim Fest, der bereits 1973 mit seiner Hitler-Biografie Aufsehen erregte, schreibt dazu: „Erst dabei ging mir auf, dass außer einigen wenigen, in mancher Einzelheit inzwischen überholten Darstellungen kaum ein Werk zugänglich ist, das dem ungeheuerlichen Geschehen jener Wochen auf dem neusten Kenntnisstand gerecht würde. Das gleiche gilt für die Nachgeschichte, als der Vorhang schon gefallen war und das blutige Stück, den Launen der Geschichte folgend, auf der Vorderbühne noch ein paar Auftritte lang weitergespielt wurde. Die Autoren, die am Ende dieses Buches mit ihren Arbeiten aufgeführt und teilweise kurz gewürdigt sind, haben die Einsicht in den Ereignisverlauf oftmals beträchtlich erweitert. Doch ein Gesamtbild, das sowohl den Gang der Dinge als auch wichtige Aspekte des dazugehörigen Hintergrundes vermerkt, steht offenbar aus. Auch die vorliegende Beschreibung will und kann nicht mehr als einen Anstoß geben.“
Entsprechend bezeichnet Fest seinen Essay als eine „historische Skizze“, die in vier erzählenden Kapiteln die sich überschlagenden Ereignisse der letzten Kriegsmonate zusammenfasst — Der Untergang als Kinofilm befasst sich hingegen nur mit den letzten 10 Tagen des Dritten Reiches. Dazwischen finden sich vier Zwischenbetrachtungen eingeschoben, die reflektierend ein für den Ablauf der Ereignisse bedeutendes Stichwort aufgreifen. Indem dabei auch zeitlich weiter zurückreichend ausgeholt und Wichtiges zur Figur Hitler und auch die Etablierung des Nationalsozialismus in Deutschland angerissen wird, beispielsweise in „Konsequenz oder Katastrophe: Hitler in der deutschen Geschichte“, erweitert sich die Perspektive in der Betrachtung: „Aber mitunter tut der Chronist gut daran, das Vergrößerungsglas aus der Hand zu legen. Denn auch der Zusammenhang, in dem alles jederzeit mit allem steht, hat seine Bedeutung und leistet Erkenntnisgewinne, die keine Detailbetrachtung erbringen kann.“ Joachim Fests „Der Untergang“ ist die brillant verfasste Studie eines scharfen Analytikers, in welcher die geschickt komprimierten Geschehnisse zu einem packend-aufschlussreichen und zudem besonders eindringlichen Lese-Erlebnis werden. (Dies gilt, auch wenn der Autor dabei in Teilen auf seine berühmte Hitler-Biografie zurückgreift und daraus sinngemäß wiederholt, beispielsweise das erwähnte Kapitel „Konsequenz oder Katastrophe: Hitler in der deutschen Geschichte“.)
Bereits ins Jahr 1933 datiert ist das Verlangen des „Führers“ nach bunkerartiger Unterkellerung der Reichskanzlei. Noch vor Kriegsausbruch entstanden so ein Luftschutzkeller unter dem Festsaal im Garten hinter dem Kanzleramt sowie unter der von Albert Speer erbauten Neuen Reichskanzlei. Angesichts der Winterkatastrophe vor Moskau erteilte Hitler im Sommer 1942 den Auftrag zum weiteren Ausbau der Schutzräume. So entstand schließlich das weitläufige Bunkersystem auf dem Gelände der Reichskanzlei, das als Führerbunker zum Schauplatz des bizarren letzten Aktes in der Geschichte des „1000-jährigen Reiches“ werden sollte. Die Arbeiten an der Katakombe waren übrigens selbst im April 1945 noch nicht komplett abgeschlossen.
Claus Schenk von Stauffenberg, der Attentäter vom 20. Juli 1944, hatte bereits zuvor beim Anblick der zunehmend betonierten Führerhauptquartiere angemerkt: „Hitler im Bunker — das ist der wahre Hitler!“ Als Hitler infolge der fortwährenden Luftangriffe ab Ende Januar 1945 im Bunkerlabyrinth ständig Quartier bezog, war er auch dem Urteil verschiedener anderer Beobachter zufolge „endlich bei sich selber“ angekommen. Die dort herrschende Enge, der Beton, das künstliche bleiche Licht schafften für die Anwesenden eine derart bedrückende Atmosphäre, dass selbst Goebbels seinem Tagebuch anvertraute, er meide die Räume nach Möglichkeit, um nicht der „desolaten Stimmung“ anheim zu fallen. Dieses extrem von der Außenwelt Entrückte des Bunkerdaseins begünstigte bei Hitler zweifellos einen zunehmenden Realitätsverlust, der sich in den aus dieser Zeit bekannten, mitunter an die Handlungen eines Wahnsinnigen gemahnenden, völlig irrealen Handlungen und Beschlüssen widerspiegelt.
Joachim Fests historische Skizze verdeutlicht minutiös den Ablauf des Dramas und klärt dabei zugleich (soweit möglich) entstandene Legenden auf. Ebenso wird dabei auf nicht mehr eindeutig zu Klärendes, widersprüchlich Überliefertes eingegangen — wie die vier unterschiedlichen Versionen von Hitlers Selbstmord. Der Essay zeigt dabei auch, wie wenig man offenbar — weder unmittelbar nach Kriegsende noch in den Jahren des langsam greifenden Wirtschaftswunders — daran interessiert war, durch Befragung der aus russischer Gefangenschaft heimgekehrten Bunker-Zeitzeugen jener letzten Tage, (mehr) Licht ins Dunkel zu bringen. Darum ist, wie der Autor feststellt, seit Hugh Trevor-Ropers 1946 erschienenem Buch über „Hitlers letzte Tage“ nichts grundlegend Neues hinzugekommen: „Bis heute ist dieses Licht kaum schärfer geworden.“ Ebenso erfährt der Leser, wie irrig es ist, in Hitlers Untergang eine Tragödie zu sehen und auch, welch völlig amoralischer und rücksichtsloser Mensch der Führer des Großdeutschen Reiches wirklich war: „Die Vorkehrungen, die eine jahrhundertealte Tradition geschaffen hatte, um den Menschen vor dem Menschen zu schützen, tat er als ‚Geschwätz der Schweinepfaffen‘ ab.“ Und nicht erst in den Tagen der Götterdämmerung kam der Diktator darauf, sein Volk mit in den Strudel des Untergangs zu reißen („Nero-Befehl“ vom März 1945). Vielmehr hatte er bereits Ende November 1941, als sich die Winterkatastrophe an der Ostfront abzeichnete, (sogar) gegenüber zwei ausländischen Besuchern erklärt, das deutsche Volk solle, wenn es einmal nicht mehr stark und opferbereit genug sei, vergehen und vernichtet werden, er werde ihm keine Träne nachweinen.
Fests historische Skizze „Der Untergang“ ist derzeit in zwei Versionen im Buchhandel erhältlich: Zum einen als einfache Taschenbuchausgabe und zum anderen integriert in das sogenannte „Filmbuch“. Letzteres dürfte allein schon durch das erheblich günstigere Preis-Leistungsverhältnis praktisch von nahezu jedem Interessierten bevorzugt werden. Erhält man doch neben dem Fest-Essay das Drehbuch zum Film von O. Hirschbiegel mit Filmbildern, einen Bericht über die Dreharbeiten, gekoppelt mit einigen Interviews mit den Darstellern und der Produktion sowie einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema Hitlerdarstellung im Film, „Hitler — eine Filmkarriere. Der letzte Akt und andere Filme über das Ende des Führers“.
|
|
|
Für weniger Lesefreudige bzw. Freunde des Hörbuches gibt es Fests „Der Untergang“ auch in Form der vom WDR sorgfältig eingerichteten Funkbearbeitung, die erstmalig im September 2004 ausgestrahlt worden ist. Der behutsam gestraffte Text ist hier geschickt auf mehrere Sprecher (neben Hans Peter Hallwachs auch Udo Schenk u. a.) aufgeteilt worden. Das wirkt im Zusammenwirken mit den eingestreuten Original-Tönen auflockernd und hilft zugleich, Monotonie zu vermeiden. Den Rest besorgen die Brillanz und analytische Schärfe des Autors. Das Resultat sind rund 190 überaus hörenswerte Minuten.
|
Auf Colosseum ist auch die Filmmusik von Stephan Zacharias erhältlich. Der im Film eher unauffällige, sehr dezente Musikbeitrag ist wenig eigenständig. Er greift neben einigen Themen der Zeit der Filmhandlung auf Motive aus Purcells Oper „Dido und Aeneas“ zurück. Der Komponist legt dabei das Schwergewicht auf die Streicher und vereinzelte Soli der Holzbläser. Sicher hat Zacharias hier nicht „daneben gehauen“, indem er seine Musik nur sehr dezent agieren lässt, sondern unnötiges Pathos vermieden. Allerdings plätschert dadurch die Musik recht gesichts- und damit eher belanglos dahin. Zweifellos hat sich Zacharias hier keiner dankbaren Aufgabe stellen müssen, denn man hätte hier komplett auf eine eigens komponierte Filmmusik verzichten können, um so die dokumentarische Wirkung des Gezeigten anstelle von Spielfilm-Touch besonders hervorzuheben. Ob man von dieser Tonschöpfung überhaupt eine CD braucht, das muss daher erst recht jeder für sich entscheiden.
|
Traudl Junge: „Bis zur letzten Stunde“
Traudl Junge brachte ihre Erinnerungen über ihre Zeit als Sekretärin Hitlers vom Dezember 1942 bis zum Ende im Führerbunker 1945 bereits im Jahr 1947 zu Papier. Junge, die als junge Frau von 22 in den inneren Zirkel der braunen Macht geriet, erlebte hautnah die Verhältnisse im Auge des Sturms. 1945 tippte sie, kurz vor Hitlers Selbstmord, sein privates und politisches Testament. Die Journalistin Melissa Müller hat ihr Manuskript mit Anmerkungen und zusätzlichen Informationen über Junges Lebensweg davor und danach versehen. Unter dem Titel „Bis zur letzten Stunde“ erschien das Buch 2002 auf dem Markt.
André Heller und Othmar Schmiderers Dokumentarfilm über Traudl Junges Erinnerungen, Im toten Winkel (2002), bringt das Resümee des Buches auf den Punkt: „Ich hatte früher immer geglaubt, hier im Brennpunkt des Geschehens, wo alle Fäden zusammenliefen, könnte man den besten Überblick, den weitesten Gesichtskreis haben. Aber wir standen hinter den Kulissen und wussten doch nicht, was auf der Bühne gespielt wurde. Der Regisseur allein kannte das Stück …“
Auch hier zeigt sich Hitlers Bunkermentalität, so wenn er am helllichten Tag im verdunkelten Salonabteil, bei künstlichem Licht, durch Deutschland reiste, stets darauf bedacht, die Verwüstungen der ständig zunehmenden Bombardements nicht sehen zu müssen — Hitler sah die Wirkung der verheerenden Luftangriffe allein von Filmbildern. Und nicht erst im Gespräch mit Junge vom Januar 1945 zeigt sich sein zunehmender Realitätsverlust. Vom Weihnachtsurlaub in München zurückkehrend, berichtete sie dem Führer von einem besonders schweren Bombardement und erhielt die Antwort: „Der Spuk wird in einigen Wochen schlagartig aufhören. Unsere neuen Flugzeuge kommen jetzt in Serie heraus, und dann werden es sich die Alliierten überlegen, das Reichsgebiet zu überfliegen“. Und ebenso beschreibt Junge, wie es Hitler immer wieder gelang, Leute, die ihn mit sorgfältig gewählten Argumenten von der Unmöglichkeit seiner Befehle und Anordnungen zu überzeugen versuchten, an die Wand zu reden, sie unsicher und letztlich mürbe zu machen. Auch wenn die Erinnerungen der Autorin sicherlich in manchem unscharf sind — beispielsweise ist die Chronologie mancher Ereignisse klar unrichtig —, so sind ihre Aufzeichnungen dennoch lesenswert. Traudl Junges oftmals harmlos und einfach nur erstaunlich schlicht-bieder erscheinende Beschreibungen des Alltags im Zentrum der Macht rufen einmal mehr die vielleicht schon etwas abgedroschen erscheinende These Hannah Arendts von der Banalität des Bösen in den Sinn. Denn gerade im Unspektakulären zeigt sich ja, dass eine treffende und zugleich realistische Darstellung des Bösen eben nicht durch Verwendung üblicher, dämonisierender Kinoklischees erreicht werden kann.
Und auch André Hellers bereits oben genannter Dokumentarfilm unterstreicht die Glaubwürdigkeit der Autorin: indem er einen selbstzweiflerischen, sympathischen Menschen präsentiert, dessen Gehabe sich wohltuend von dem anderer Betroffener abhebt (siehe dazu auch „Die Scheinwerferin — Leni Riefenstahl und das Dritte Reich“).
„Bis zur letzten Stunde“ von Traudl Junge und Melissa Müller ist sowohl gebunden als auch inhaltsgleich als preiswerte Taschenbuchausgabe erhältlich.
|
|
|
|
|
|
 |